1.) Wie ist die Gemeinde kirchlich angebunden? Wann und wie hat sie sich interkulturell geöffnet?

Die Internationale Evangelische Gemeinschaft Wuppertal (I.E.G.) ist eine gemeindeübergreifende Initiative, die Gemeinden in Wuppertal bei der interkulturellen Öffnung unterstützt und miteinander vernetzt. Exemplarisch erprobt sie in Verbindung mit der Landeskirchlichen Gemeinschaft Wuppertal, wie Kirche international gelebt werden kann. Die interkulturelle Öffnung begann dort vor etwa drei Jahren durch Geflüchtete, die in der Gemeinde ihre geistliche Heimat fanden. Das Spektrum hat sich stark erweitert. Die Angebote der I.E.G. werden jeweils von 10-20 Teilnehmenden wahrgenommen. Dadurch wird regelmäßig ein Kreis von etwa 50 Personen aus unterschiedlichen Ländern und Kontinenten erreicht. Genauso weit reicht die Bandbreite des gemeindlichen Hintergrundes von Mitgliedern der evangelischen Landeskirche über Freikirchen bis hin zu internationalen Gemeinden.

2.) Besteht die Gemeindeleitung aus Zugewanderten und Einheimischen?

Die beiden Projekt-Pioniere, die jeweils mit 50% angestellt sind und die Angebote anleiten, stammen aus Kamerun (Dipl. Maschinenbauer und Pfarrerssohn) und Südkorea (ev. Pfarrer). Zum engsten ehrenamtlichen Mitarbeiterkreis gehören derzeit drei Einheimische und eine Zugewanderte.

3.) Wie gestaltet die Gemeinde ihre Gottesdienste und andere Angebote interkulturell?

Die I.E.G. unterstützt die Durchführung von internationalen Gottesdiensten in verschiedenen Kirchengemeinden durch Chorauftritte, Glaubenszeugnisse, Erfahrungsberichte, thematische Predigten und nicht zuletzt mit internationalem Essen.

Im Bibelgespräch werden Bibelpassagen in unterschiedlichen Sprachen gelesen; wenn nötig wird eine simultane Übersetzung ins Englische angeboten: Insbesondere wird den unterschiedlichen, oft auch kulturell geprägten Perspektiven auf den Bibeltext Raum gegeben.

In der Kochgruppe werden internationale Rezepte vorgestellt, wobei auch der kulturelle Hintergrund der wechselnden Rezeptgeber und Köche zur Sprache kommt.

Bei der Chorprobe ist uns wichtig, zu Beginn Austausch bei Tee und Plätzchen anzubieten. Dann folgt die Aufwärmphase mit klassischen Gesangsübungen und rhythmischen Klatsch- und Stampfübungen. Das Repertoire umfasst neben deutschsprachigen und afrikanischen Liedern auch französische, englische, iranische, indonesische und südkoreanische Stücke.

Bei Netzwerktreffen oder Feiern wird darauf geachtet, möglichst viele Menschen mit unterschiedlichen kulturellen und gemeindlichen Hintergründen zu Wort kommen zu lassen.

4.) Wie erhält man weitere Informationen?

Adresse: Gemeinschaftshaus, Varresbecker Strasse 26, 42115 Wuppertal

Kontakt: Prediger Matthias Stempfle, Telefon: 0202 – 713 429, E-Mail: kontakt@lkg-wuppertal.de, matthias.stempfle@lkg-wuppertal.de; d.njikeu@evangelisch-wuppertal.de; jonathan.hong@ekir.de

Website: www.evangelisch-wuppertal.de/internationale-ev-gemeinschaft.html