1.) Wie ist die Gemeinde kirchlich angebunden? Wann und wie hat sie sich interkulturell geöffnet? 

Vom ersten Tag, als wir die Klosteranlage in Höxter am 22.12.1993 übernommen haben, versprachen wir die Türen unseres Klosters für alle Konfessionen und Religionen zu öffnen. Die ersten zwei Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen mit jeweils 16 russlanddeutschen und zwei deutschen Vorarbeitern sowie ehrenamtlichen Handwerkern aus Ägypten haben das multikulturelle Leben im Kloster von Anfang an geprägt. Inzwischen besuchen Menschen aus allen Nationalitäten unsere Gottesdienste. Durch das Gästehaus und Restaurant des Klosters besuchen uns immer wieder Menschen mit unterschiedlichster Herkunft, um das Klosterleben kennen zu lernen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

2.) Besteht die Gemeindeleitung aus Zugewanderten und Einheimischen?

Die meisten der Gemeindemitglieder haben ägyptische Wurzeln, andere kommen aus altorientalischen Kirchen wie Äthiopien, Eritrea, Indien und Syrien. Dazu kommen arabisch sprachige Christen und Gemeindeglieder mit ausschließlich deutschen Wurzeln, die auch als Diakone und im Vorstand tätig sind. Sie bleiben zugleich Gemeindeglieder in ihrer ursprünglichen Konfession.

3.) Wie gestaltet die Gemeinde ihre Gottesdienste und anderen Angebote interkulturell?

Die zumeist mehrstündigen Gottesdienste werden in deutscher, koptischer und arabischer Sprache gehalten und mit rhythmischen Instrumenten wie Triangel und Zimbel begleitet. Die Gäste werden gebeten aktiv mitzuwirken, unabhängig von ihrer Konfession. Sie übernehmen z.B. Lesungen in deutscher Sprache. Gemeinsam mit anderen Konfessionen, Kirchen und Bistümern feiern wir auch Gottesdienste, an denen mehr als 500 Gäste teilnehmen. 

Unsere Liturgie wird ins Deutsche übersetzt, sodass die Kinder in der Gemeinde mit Deutsch, Koptisch und Arabisch aufwachsen. Die Predigt wird immer in Deutsch und Arabisch gehalten und die liturgischen Bücher sind zumeist in mehrere Sprachen übersetzt. Kinder und Heranwachsende wirken sehr aktiv bei der Gestaltung der Gottesdienste mit. Sie werden ausdrücklich gebeten in ihrer Muttersprache Lesungen zu halten. Nach dem Agape-Mahl und der Bibelstunde unternehmen wir sehr viele Aktivitäten mit den Kindern. Zusammen mit UNICEF wird zumeist im Juni ein Kinderspieltag im Kloster gestaltet.

4.) Wie erhält man weitere Informationen?

Adresse: Koptisch-Orthodoxes Kloster der Hl. Jungfrau Maria und des Hl. Mauritius in Brenkhausen, Propsteistraße 1a, D-37671 Höxter-Brenkhausen

Bischof: S.E. Bischof Anba Damian, Diözesanbischof von Norddeutschland; E-Mail: Bischof@koptisches-kloster-hoexter.de Tel.: 05271/18905, Fax: 05271/36742, Mobil: 0172/5643647

Webseite mit Videos und Flyer: www.koptisches-kloster-brenkhausen.com